Wir helfen Sehen.

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Walzer Optik bringt Brillen nach Uganda – ein Erfahrungsbericht

Freitag, der 23.3.2018. Mit Prüfgeräten, Brillengestellen und -gläsern machen wir uns auf den Weg. Im Rahmen des OneDollarGlasses Projekts reisen wir nach Uganda und wollen dort Menschen zu einer besseren Zukunft verhelfen. Egal ob bei Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen: Sehen entscheidet hier mehr über die Zukunft, als wir uns vorstellen können. Sehen entscheidet über den Bildungsstand, über die Art der Arbeit, die ausgeübt werden kann und oft sogar über die Perspektive ganzer Familien.

So ist es kaum verwunderlich, dass wir noch nicht einmal richtig angekommen sind und schon mindestens zehn Menschen auf uns warten. Unser Kommen hat Kreise gezogen, teilweise warten die Menschen sogar über zwei Stunden. Viele brauchen einfach nur eine Lesebrille, da durch diverse Medikamente die Anpassungsfähigkeit in der Nähe schneller nachlässt. Also machen wir Messungen, Julian passt die Brillen an und Daniel koordiniert, wo er kann. Die einheimische Susan ist unsere Dolmetscherin und Mitarbeiterin von 22Stars. Stella, die die Initiative 22stars ins Leben gerufen hat, steht uns ebenfalls tatkräftig zur Seite.

 

Trotz der Flut an Menschen nehmen wir uns viel Zeit für jeden Einzelnen, der uns besucht, insbesondere aber für die Kinder. Gutes Sehen ist für die Bildung essenziell! Das wird hier erst wieder richtig bewusst. Kinder, die schlecht sehen, haben hier keine Chance, da sie in der Schule an der Tafel nichts lesen können. Uns besucht beispielsweise ein zehnjähriger, intelligenter kleiner Junge, der nicht mehr zur Schule gehen konnte, weil er nichts gesehen hat. Das bedeutet für ihn, dass er wieder im Steinbruch arbeiten muss. Da er eine starke Hornhautverkrümmung hat, können wir ihm lediglich mit einer provisorischen Brille vor Ort helfen. Wir werden ihm im Anschluss unserer Reise allerdings eine optometrische Messung in einer Augenklinik finanzieren, uns die Ergebnisse zusenden lassen und ihm eine optimale Brille von uns aus Deutschland senden.Nachdem wir circa 100 Menschen auf ihre Sehfähigkeit untersucht und über 70 Brillen angepasst haben, reisen wir von Kampala weiter nach Jinja. Das Projekt 22stars wird hier von Aida und ihrem Mann betreut. Aida steht uns während unserer Zeit hier als Dolmetscherin und Assistentin zur Verfügung. Auch hier kommen wieder zahlreiche Menschen zu uns, die offensichtlich eine Brille benötigen. Auch wenn die meisten Frauen hier Analphabeten sind, brauchen sie Brillen, um beispielsweise kleine Steine aus Reis auszusortieren, die hier manchmal beigemischt werden, um das Gewicht der Verpackung zu erhöhen.

Als uns eine ältere Frau besucht, wird uns wieder einmal klar, warum wir unseren Beruf so lieben. Die Dame ist stark kurzsichtig und hat vermutlich schon ihr ganzes Leben lang schlecht gesehen. Als wir ihr die für sie angepasste Brille übergeben, ist sie völlig überwältigt und außer sich, das erste Mal in ihrem Leben die Welt so wahrnehmen zu können, wie sie ist. 

Schon vor unserer Abreise hatte Stella außerdem in einem Telefonat erzählt, dass die Kinder im Acholiquarter Slum in Kampala im Steinbruch arbeiten müssen. Dabei kommt es immer wieder vor, dass kleine Splitter beim Klopfen der Steine in die Augen spritzen. Wir haben daraufhin 30 Schutzbrillen mitgenommen, die wir an die Kinder vor Ort verteilen. Einige Erwachsene waren durch die Splitter tatsächlich einäugig blind.

Die Messungen deckten außerdem einige Auffälligkeiten in den Augen von Kindern auf, die mit einer Brille nicht zu beheben sind. Wir haben deshalb organisiert, dass die Kinder in einer Augenklinik untersucht werden können. Eine Untersuchung kostet umgerechnet etwa 20€, was für Menschen aus dem Slum enorm viel Geld ist. Ohne eine Operation würden die Kinder früher oder später erblinden. Diese Augenkrankheit, die in der westlichen Welt hauptsächlich bei älteren Menschen vorkommt, tritt in Entwicklungsländern relativ häufig durch Mangelernährung bei Kindern auf. Mit der Einrichtung eines Spendenkontos wollen wir auch diesen Kindern helfen, die Star-Operation zu finanzieren. Die Brillen, die die Kinder im Anschluss benötigen, werden wir dann bei uns anfertigen und nach Uganda senden.

Spendenkonto: Wir helfen Sehen - DE21 6509 1040 0111 2620 03 - Volksbank Allgäu-Oberschwaben

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